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S
Strafrunde:
von jedem Athlet nach einem Fehlschuss zu absolvierende Runde von 150m; mit Ausnahme des Einzelwettkampfes, in dem anstatt der Strafrunde eine Strafzeit von 1min berechnet wird. Im Durchschnitt benötigt man für eine Strafrunde eine Zeit von ca. 30-35 Sekunden.


Schießen:
Der Schießstand besteht meist aus 30 Schussbahnen, so dass bis zu 30 Athleten parallel schießen können. Geschossen wird mit einem mindestens 3,5 kg schweren Kleinkalibergewehr (Kaliber 5,6 mm), das manuell zu Repetieren ist, auf die 50 m entfernten 5 Scheiben je Schussbahn. Die Kugeln beschleunigen auf durchschnittlich 300 m/s. Der zu treffende Bereich jeder Scheibe beträgt beim Liegendschießen 4,5 cm und beim Stehendschießen 11,5 cm im Durchmesser. Die Biathleten kommen mit einem Puls von ca. 180 zum Schießstand. Als Fehler gilt das Verfehlen der schwarzen Zielscheibe. Treffer werden durch Verdecken der schwarzen Scheibe durch eine weiße Klappe angezeigt. Die Waffe und Munition führt der Sportler während des gesamten Wettkampfes mit sich.


Skaten:
eine etwa 1980 eingeführte Langlauftechnik.


Ski:
Das Gesamtgewicht der Ski muss mindestens 750 Gramm betragen. Die minimale Skilänge errechnet sich nach folgender Formel: Körpergröße des Wettkämpfers minus 4 cm. Nach oben sind der Länge des Laufgerätes keine Grenzen gesetzt. Ideal sei es, so sagt man, wenn die Ski die Körperhöhe um 15 cm überragen. Der Belag der im Biathlon verwendeten Skatingski wird von den Herstellern mit einer so genannten Struktur, einem Schliff versehen, um den Saugeffekt zwischen Ski und Schnee möglichst gering zu halten, im besten Fall sogar aufzuheben. Meine Wettkampfski sind von der Marke Madshus.


Snowguard:
nennt sich die Klappe des oberen Gewehrauslaufs. Sie schützt das Gewehr vor Schnee im Falle eines Sturzes. Am Schießplatz wird sie natürlich nach oben geklappt.


Sprint:
schnellere und kürzere Version des Einzelwettkampfes. Bei dieser Wettkampfform gibt es nur 2 Schießeinlagen, jeweils einmal Stehend und Liegend. Die Männer müssen eine Strecke von 10km (2 Runden à 3,4km und 1 Runde à 3km) absolvieren, die Frauen laufen 7,5km (3 Runden à 2,5km). Im Gegensatz zum Einzelwettkampf muss hier bei Verfehlen der Scheibe eine Strafrunde gelaufen werden. Aufgrund der lediglich 2 Schießeinlagen herrscht ein leichter Vorteil für die stärkeren Läufer.


Staffel:
Wettkampfform, in der pro Nation 4 Läufer an den Start gehen. Die Männer müssen jeweils eine Distanz von 7,5km (3 Runden á 2,5 km) und die Frauen von 6km (3 Runden á 2 km) absolvieren. Jeder Läufer muss 2mal Schießen. Anders als bei den anderen Wettkämpfen hat der Athlet hier die Möglichkeit des Einsatzes von 3 Ersatzpatronen pro Schießeinlage. Das heißt, bei Verfehlen einer Scheibe hat er 3 weitere Möglichkeiten, um zu treffen. Sollte dies dann trotzdem nicht gelingen, müssen Strafrunden absolviert werden. Die ersten Läufer jeder Nation starten gleichzeitig, die Übergabe an den nächsten Läufer erfolgt durch Abschlag in einer vorgegebenen Zone. Sieger ist diejenige Mannschaft, die zuerst das Ziel erreicht. Die Staffel gehört zu den spannendsten Wettkämpfen im Biathlon.


Skitest:
wird von jedem Athleten vor dem Wettkampf durchgeführt. Dabei fährt der Sportler eine festgelegte Strecke bergab und mit Hilfe einer Lichtschranke wird die benötigte Zeit gemessen. Dieser Vorgang wird mit vielen verschiedenen Skiern wiederholt, die unterschiedlich gewachst sind. So wird ermittelt, welcher Ski bei den vorherrschenden Schneebedingungen am Besten läuft.
T
Trainer:
Leitet den oder die Sportler strategisch, technisch und im Bereich Fitness an. Auch zur Motivation und zur Leistungsbewertung sind Trainer unverzichtbar. Im Moment werde ich von zwei Trainern betreut: Frank Ulrich, dem Nationaltrainer der deutschen Biathleten, und Remo Krug, dem CoTrainer und Stützpunkttrainer von Ruhpolding.


Transponder:
wird eingesetzt, um die Zwischenzeiten auf der Strecke zu messen. Die Sportler bekommen vor Wettkampfbeginn den Transponder über dem Langlaufschuh um den Unterschenkel gebunden. Beim Durchlaufen der Lichtschranken wird so direkt ermittelt, um welchen Sportler es sich handelt und welche Zeit er benötigt hat.


V
Verfolgung:
ist eine Wettkampfform, bei der die Startreihenfolge sowie die Abstände auf einem normalerweise am vorhergehenden Tag stattgefundenen Wettkampf basieren. Meist ist dieser „Qualifikationswettkampf“ der Sprint. Beim Verfolgungswettkampf (engl. pursuit) laufen die Männer eine Distanz von 15km (5 Runden à 3km) und die Frauen 12,5km (5 Runden à 2,5km), wobei 4 Schießeinlagen absolviert werden müssen (L, L, S, S). Startberechtigt sind die jeweils 60 besten des vorherigen Wettkampfes. Da der Start nach dem Ergebnis der „Quali“ erfolgt, hat derjenige gewonnen, der zuerst das Ziel erreicht.


Visier:
Zieleinrichtung beim Gewehr. Beim Anvisieren muss man die Waffe mit Kimme, Korn und Ziel in eine Linie bringen.